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gefrorenes Stammholz

Tipps für das Sägen von gefrorenem Stammholz

Wenn die Temperaturen fallen, steigen die Anforderungen an Mensch und Material – besonders beim Sägen von gefrorenem Holz. Was auf den ersten Blick wie eine alltägliche Aufgabe wirkt, entpuppt sich schnell als technische Herausforderung. Doch mit dem richtigen Sägeband und dem passenden Know-how ist auch diese Aufgabe souverän zu meistern:

Die Mechanismen beim Sägeprozess von gefrorenem Holz verstehen

Gefrorenes Holz bietet aufgrund seiner erhöhten Härte und Dichte erhebliche Schwierigkeiten beim Bearbeiten im Vergleich zu trockenem Holz. Der Grund hierfür liegt in den physikalischen Veränderungen, die durch die Kälte in der Struktur des Holzes hervorgerufen werden. Das im Holz enthaltene Wasser gefriert und dehnt sich aus, was zu einer dichteren, spröderen Zellstruktur führt. Beim Sägen von gefrorenem Holz entstehen durch die Reibung zwischen Sägeband und Holzoberfläche starke lokale Temperaturschwankungen. Diese erzeugen Temperaturgradienten, die das Holz an der Schnittstelle thermisch beeinflussen – etwa durch Austrocknung oder Versprödung. Dadurch kann die Spanbildung erschwert werden, da das Material unregelmäßig reagiert. Mit einem Anstieg von Schnittkräften ist ebenfalls zu rechnen.


Besonders herausfordernd ist das Sägen von teilweise gefrorenem Holz, da es innerhalb eines Stammes zu wechselnden Materialdichten kommt. Diese Inhomogenität führt zu ungleichmäßigem Schnittverhalten, erhöhtem Verschleiß und potenziellen Vibrationen, die sich negativ auf die Schnittqualität und die Effizienz des Sägeprozesses auswirken können. 


Worauf Sie beim Holzsägen im Winter achten sollten

Um unter den oben genannten Bedingungen dennoch optimale Schnittergebnisse zu erzielen, sind hochwertige Bimetall-Sägebänder mit HSS-Zahnspitzen, wie z. B. GENERO®, besonders empfehlenswert. Die HSS-Zahnspitzen zeichnen sich durch ihre besondere Härte, Zähigkeit und Verschleißfestigkeit aus – ideal für das Sägen von hartem, gefrorenem oder inhomogenem Holz.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist der Spanwinkel. Während der universelle Winkel von 10° für viele Anwendungen geeignet ist, bietet der Sägeband-Hersteller WIKUS zusätzlich eine 7°-Variante an. 

Der weniger aggressive Spanwinkel bietet mehrere Vorteile: Er erhöht die Stabilität der Schneide, verbessert die Kontrolle über die Spanformung und reduziert die Anfälligkeit für Mikroausbrüche. 
Das gilt besonders beim Sägen von Holz, in dessen Rinde sich Verunreinigungen aus der Umgebung befinden oder bei der Bearbeitung von gefrorenem, abrasivem oder hartem Holz.
Zum WIKUS GENERO® Bimetall-Sägeband für mobile und stationäre Sägewerke

Tipps für das Sägen von gefrorenem Holz:

  1. Zustand des Sägebandes prüfen
    Stellen Sie sicher, dass das verwendete Sägeband sowie die Zahnspitzen sich in einem hervorragenden Zustand befinden und ausreichend scharf sind. Besonders bei gefrorenem Holz ist eine intakte Schneide essenziell.
  2. Spanwinkel anpassen
    Verwenden Sie für den regelmäßigen Zuschnitt von gefrorenem Holz einen weniger aggressiven Spanwinkel. Unsere 7°-Option bietet hier klare Vorteile gegenüber dem Standardwinkel von 10°.
  3. Vorschubgeschwindigkeit reduzieren
    Eine Verringerung der Vorschubgeschwindigkeit trägt dazu bei, die Qualität des Schnittes zu verbessern, Vibrationen zu minimieren und eine Überhitzung an der Schnittstelle zu vermeiden.
  4. Bandkühlung im Winter anpassen
    Fügen Sie der Bandkühlung Frostschutzmittel hinzu, um ein Einfrieren im Vorrats-/ Kühlbehälter sowie den Führungen und Laufrollen des Sägewerks zu verhindern. Dies sorgt für einen reibungslosen Betrieb und verlängert die Lebensdauer des Sägebandes.